Was ein Cocktail für mich ist…

Es hat einen Grund, daß ich so lange nichts geschrieben habe: Ich hatte keine Lust. Der Themen wären genug da; Cannabislegalisierung, Sterbehilfe, G36 (und Helme,…) oder die EU böten sich an, ganze Bücher zu schreiben. Genau das ist aber auch mein Problmen. Es wird geschrieben, ständig, überall, zu viel. Also beschäftige ich mich lieber mit etwas, das sogar Spaß macht. 

Wer schonmal mit mir weg war und sich einen Touchdown bestellt hat, der kennt das: Eine hochgezogene Braue, ein „Wirklich?”, die Empfehlung eines anderen Drinks. Meistens ergänzt durch einen Barkeeper (oft bärtig), der fragt, ob er nicht lieber was anderes machen soll, „wenn es Dir nicht schmeckt, musst Du es nicht zahlen und ich mache Dir den, den Du wolltest!”. Doch woher die Abscheu vor Cocktails, die vordergründig aus Saft bestehen und dabei den Alkohol überdecken, der gerne in erheblichen Mengen enthalten ist? Nun, zum einen ist es keine besondere Herausforderung, Säfte zusammen zu kippen und Wodka dazu zu kippen. Zum anderen ist es aber auch die Definition, die ich für einen Cocktail habe: Eine Spirituose, die von anderen Zutaten „eingerahmt” und ausgebaut wird. Auf jeden Fall am Ende noch herausgeschmeckt werden kann. Schließlich wird hier nicht mit dem 4,99-Schnaps von Netto gemixt, den wir mit 16 in uns rein geschüttet haben, weil es cool war, sondern mit qualitativ hochwertigen, dadurch auch teuren, Spirituosen. Warum sollte ich aber einen Haufen Geld dafür ausgeben, wenn ich sie mit Saft „neutralisiere”?  Und überhaupt: Ist es das wert, 50€ für einen Bourbon zu zahlen? Ja, ist es. Nicht umsonst werden in der Bar (im Gegensatz zu den Achtzigern) heute höchste Ansprüche an die Qualität der Zutaten gestellt. Natürlich bleibt Alkohol schädlich, in schlechtem Stoff sind aber noch viele andere Bestandteile, die zum Teil für den Kater am nächsten Morgen verantwortlich sind. Wenn man dann noch viel Wasser zu seinen Cocktails trinkt, kann man ihn schon fast ausschließen. (Für die Gutmenschen, die jetzt befürchten, daß ein „straffreier” Kater zum Trinken animiert: Möglich, aber bei Preisen von über 10€ pro Drink zumindest in meiner Umgebung eher nicht relevant…). Damit komme ich zu meinem letzten Punkt: Für mich ist ein Cocktail ein Genussprodukt. Möchte ich Saft, bestelle ich Ananassaftschorle (außer, Roman ist da…), möchte ich mich volllaufen lassen, trinke ich halt Shots oder Longdrinks. Aber, wenn Ihr meint, dann trinkt meinetwegen auch einen Touchdown.

Nachbrenner: Einen Saftcocktail zu bestellen und sich dann zu beschweren, daß man ja den Alkohol nicht raus schmecke, ist kein adäquates Verhalten und darf, meiner ganz persönlichen Meinung nach, mit sofortigem Platzverweis geahndet werden. 😉

Hier noch was zum Schmunzeln…

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